Vegane Ernährung

Die industrielle Tierhaltung ist für knapp 30% der vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich. Aufgrund des wachsenden Fleisch- und Milchkonsums steigen die Emissionen weiter an. Internationale Gremien raten daher zur Einschränkung des Fleischkonsums. Die vegane Ernährung ist also ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

Klimaschutz mit Messer und Gabel

Vegan zu essen ist die bequemste Methode etwas für das Klima zu tun, denn: Man kann nach Herzenslust schlemmen wie bisher, nur eben mit anderen, neuen Köstlichkeiten. Keiner mahnt oder fordert Einschränkungen a la “Fliege doch weniger”, laß dein Auto stehen, heize sparsamer, schalte alle überflüssigen Lampen aus oder jaufe nicht jedes Jahr neue Modekleidung!

Sondern jeder empfiehlt: Iss vegan! Sie wissen aber nicht, wie? Lassen Sie sich beraten: Jutta-Maria Geyken steht Ihnen als aktives Mitglied bei Neubiberg for Future und Vorstand der Stiftung Mensch und Tier gerne für Rückfragen zur Verfügung. Alternativ finden Sie viele Anregungen und wertvolle Tipps in den Naturkostläden unserer Umgebung – oder beliebig im Internet.

Warum Vegan?

Was sind eigentlich die Ursachen für die schädliche Wirkung der Fleisch- und Milchprodukte?
Hier kurz die wichtigsten Fakten in Stichpunkten:

1) Wasser: Hoher Verbrauch für Tränken der Tiere und Bewässerung der Futteranbaufelder. Schädigung der Oberflächengewässer und des Grundwassers durch Gülle und chemische Produkte.
2) Boden: Urwaldrodung für neue Wirtschaftsflächen. Schädigung durch Ackergifte und Überdüngung.
3) Luft: Abgase bei den mannigfachen Transport- und Arbeitsvorgängen, d.h. in Zuchtbetrieben, Schlachthöfen, bei Futtertransporten, der Kraftfutter-, Medikamenten- und Pestizidherstellung. Auch zusätzlicher Methanausstoß bei Rinderhaltung. Und natürlich überall hoher Energieverbrauch. Dazu die sozialen Folgen für viele indigene Menschengruppen.

Keine guten Gegenargumente: Manch einer argumentiert, dass wenn alle statt Fleisch- und Milchprodukten nun Soja essen wollten, dieser höhere Sojaverbrauch noch viel mehr Umweltzerstörung bewirken würde.

Diese Argumentation läßt aber außer Acht, dass die Tiere für Atmung, Stoffwechsel etc. ihrerseits sehr viel Energie usw. verbrauchen. Die Fütterung der Tiere dient also nicht nur ihrem Fleischaufbau, sondern auch ihren Lebensvorgängen. Dieser Anteil ist sozusagen verschwendet, so dass wir bei pflanzlicher Ernährung keinen höheren, sondern einen geringeren Bedarf an Soja haben.

Mein Fazit in Abwandlung eines Buchtitels:
Die vegane Ernährung ist also ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – UND:
Wir werden uns vegan ernähren, oder wir werden uns nicht mehr ernähren.

Vegane Ernährung